Was wir wollen
Viele Museumseisenbahnen haben interessante Strecken und auch meist interessante Fahrzeuge, die es zu erhalten gilt. Das ist auch sehr wichtig, um der nachfolgenden Generation diese wertvollen Kulturgüter zu erhalten. Aber die wenigsten Vereine haben bisher kaum ein Auge für die mechanische Signaltechnik, weil es zum einen sehr unterhaltungsaufwendig und immer mit einen Mehrbedarf an Personal verbunden ist.
Dies hat dazu geführt, das bei vielen Strecken die mechanischen Signal und Schrankenanlagen ganz oder teilweise bis auf ein Minimum zurück gebaut worden sind und Weichen, die von einem Stellwerk über Drahtzugleitung aus bedient wurden, fast immer auf Handhebelgewichte vor Ort umgerüstet wurden, um Kosten zu sparen. Gleiches gilt für die Fernmeldefreileitungen, die bei vielen Museumsbahnen keine Daseinsberechtigung mehr haben und daher teilweise nur noch aus vereinzelten Fragmenten bestehen. Auch hier ist es ein großer Unterhaltungsaufwand, den die meisten scheuen.
Deshalb haben wir uns speziell dieser Technik gewidmet, um diese in ihrer ganzen Bandbreite dem interessierten Besucher funktionsbereit und wie im richtigen Betrieb vorzuführen.
Dazu gehören unter anderem viele verschiedene Bauformen der mechanischen Schranken von 1920 ab bis in die heutige Zeit der DB und DR. Dazu gehören auch ehemalige Blinklichtanlagen von DB und DR, ebenso wie mechanische und elektrische Signale vieler Bauformen inklusiv der Übertragungs und Stelleinrichtungen, wie Stellwerk und Signalhebel und die dazugehörigen verschiedenen Spannwerke.
Fernmeldefreileitungen und ihre Besonderheiten, wie z.B.: Einfache Telegrafenmasten, spezielle
Formen der Stangen, Belegung der Leitung mit den verschiedenen Isolatoren und ihre Kennzeichnung und Doppeltelegrafenmasten usw.
All diese Dinge sind sonst kaum noch anzutreffen. Ihnen wurde in der Vergangenheit viel zu wenig Beachtung geschenkt. Wir wollen genau diese Technik und ihre Besonderheiten wieder in den Mittelpunkt stellen, um sie vor dem Vergessen zu bewahren und ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken und dauerhaft zu erhalten.
Für uns ist natürlich auch von Bedeutung, das es sich bei dieser Strecke um die Kanonenbahn handelt und gleichzeitig auch um das letzte Stück im Werra - Meißner - Kreis, abgesehen von der wiederhergestellten Verbindung von Eschwege West nach Eschwege, welche aber mit neuster Technik und Fahrdraht ausgestattet wurde.
Um die alte zuverlässige Signaltechnik erlebbar zu machen, ist es natürlich zwingend erforderlich, auch etwas auf den Gleisen fahren zu lassen, denn sonst würde vieles nicht in gewünschter Weise funktionieren und wäre daher in Frage gestellt.
Hier haben wir für Sie eine gute Wahl getroffen: Mit Fahrraddraisinen, mit denen man so gleichzeitig die Kanonenbahn erfahren kann und zum anderen in aller Ruhe die ganze Vielfalt der Signal und Sicherungstechnik erleben und begreifen kann.
Wir wollen auch gleichzeitig an verschiedenen Strecken Deutschlandweit einzelne interessante Objekte vor dem Verfall bewahren und dauerhaft erhalten.
Wenn Sie eine stillgelegte oder bereits abgebaute Strecke in Ihrer Nähe wissen, wo vielleicht noch eine Schrankenanlage oder sonstige Signalanlagen vorhanden sind und als Erinnerungsobjekt erhalten werden soll, so treten Sie mit uns in Kontakt.
Zur Zeit finden umfangreiche Bauarbeiten an unserer Strecke für den Umbau von Bahnübergängen, Tiefenentwässerung und Anpassung der Signaltechnik statt. Nach Abschluß der Bauarbeiten hat der Betrieb am 24.07.2010 mit unseren Fahraddraisinen begonnen. Ab sofort sind unsere Draisinen unter folgenden Telefonnummern zu buchen:
0 56 58 / 9 22 98 50 oder 01 51 / 40 15 25 38
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